Mit Beschlssen vom 05.10.2016 krzte die BNetzA die Eigenkapitalzinsstze fr die Dauer der dritten Regulierungsperiode fr Betreiber von Strom- und Gasversorgungsnetzen fr Neuanlagen von 9,05 % auf 6,91 % und fr Altanlagen von 7,14 % auf 5,12 %, jeweils vor Steuern. Wegen dieser Krzungen legten ber 1.100 Netzbetreiber Beschwerde beim OLG Dsseldorf gegen diese Beschlsse ein. Am 22.03.2018 entschied das OLG Dsseldorf in 29 Musterbeschwerdeverfahren, die Festlegung aufzuheben und die BNetzA zur Neufestlegung unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts zu verpflichten. Die BNetzA sollte bei der Ermittlung der Marktrisikoprmie methodisch nachbessern. Die Marktrisikoprmie ist ein wesentlicher Baustein zur Bestimmung der Eigenkapitalzinsstze. Nach Auffassung des OLG hatte die BNetzA zur Ermittlung der Marktrisikoprmie zwar eine wissenschaftlich anerkannte Methode verwendet, dabei jedoch methodisch fehlerhaft ausschlielich langfristige historische Zeitreihen verwendet, ohne dabei die Sondersituation des gegenwrtigen Marktumfelds zu bercksichtigen und eine um alternative Anstze ergnzte Wrdigung und Plausibilittskontrolle vorzunehmen. Die BNetzA sollte nach dem OLG eine grere Bandbreite an Marktrisikoprmien ermitteln und sich am oberen Rand der Ergebnisse orientieren.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2194-5837 |
| Ausgabe / Jahr: | 5 / 2019 |
| Veröffentlicht: | 2019-09-16 |
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